Spielbericht FC Bayern München - VfL Wolfsburg
Der FC Bayern siegt mit 8:1 gegen überforderte Wolfsburger.
Der FC Bayern München hat einen souveränen Start in sein Pflichtspieljahr 2026 hingelegt. Der deutsche Rekordmeister schlug den VfL Wolfsburg am Sonntagabend vor heimischem Publikum in der Allianz Arena ungefährdet 8:1 (2:1) und bleibt damit in der Bundesliga weiterhin ohne Niederlage.
Der Rekordmeister legte gleich von Beginn an mit Vollgas los. Diaz wurde schön auf der linken Seite freigespielt und flankte scharf in die Mitte. Dort kam Fischer zwar vor Olise an den Ball, bugsierte ihn allerdings mit dem Schienbein ins eigene Tor (5.). Die Niedersachsen ließen sich aber nicht beirren. Die Raumaufteilung, der Einsatz und die Laufbereitschaft stimmten - und in der 13. Minute resultierte daraus der verdiente Ausgleich. Konstantinos Koulierakis eroberte im Mittelfeld den Ball und passte auf Lovro Majer. Der Kroate steckte gekonnt auf Pejcinovic durch, der vor Manuel Neuer ruhig blieb und überlegt mit links einschob (13.). Nach einer halben Stunde brachte Díaz die Bayern aus kurzer Distanz jedoch wieder in Führung. Der Kolumbianer verwertete eine Flanke von Olise per Kopf.
Nach dem Seitenwechsel machten die Bayern da weiter, wo sie vor der Halbzeit aufgehört hatten. Olise zog an der Strafraumkante vom rechten Flügel nach innen, schlenzte die Kugel unwiderstehlich ins linke untere Eck (50.). Erinnerungen an Arjen Robben wurden wach. Drei Minuten nach dem 3:1 schickte Kane Olise aus dem Mittelfeld. Fischer verschätzte sich, Olise suchte Diaz in der Mitte und fand Jenz, der das zweite Wolfsburger Eigentor des Tages produzierte (53.). Nach einem Freistoß, den Leon Goretzka schnell ausführte, legte Kane nach rechts zum eingewechselten Raphael Guerreiro quer, der nur noch einschieben musste (68.).
Der Jubel in der Allianz Arena war noch nicht verhallt, als Kane erneut am an den Ball kam. Analog zu Olises Treffer zum 3:1 zog der 32-Jährige von links in die Mitte und zirkelte die Kugel zum 6:1 ins rechte Kreuzeck (69.). Ein Traumtor des Engländers.
Und weiter ging es in Richtung Wolfsburger Tor. Diaz spielte einen perfekten Steckpass zum gestarteten Olise, der Grabara aus spitzem Winkel zum 7:1 (76.) überwand.
Der eingewechselte Leon Goretzka sorgte mit dem 8:1 für den Endstand (88.). Die Wolfsburger blieben auch im 29. Anlauf in München sieglos. Sie wehrten sich bis zum Doppelschlag der Bayern kurz nach der Pause erstaunlich gut - doch danach zerfiel das Team von Trainer von Daniel Bauer komplett.
FC Bayern:
Neuer, Stanisic, Tah, Upamecano, Laimer, Pavlovic, Bischof, Diaz, Karl, Olise, Kane
VfL Wolfsburg:
Grabara , Kumbedi, Koulierakis, Jenz, Fischer, Svanberg, Arnold, Wimmer, Majer, Eriksen, Pejcinovic
Trainerstimmen
Vincent Kompany (Trainer FC Bayern):
„Es ist nicht normal, es ist nicht selbstverständlich. Ich sage das schon oft in dieser Saison, aber es ist die Wahrheit – das darf man nicht vergessen. Die erste Halbzeit war wirklich nicht einfach. Und was ich über Wolfsburg gesagt habe, ist, dass sie offensiv stark sind und nicht viele Chancen brauchen. Genau das haben wir in der ersten Halbzeit gesehen. Ich hatte aber immer das Gefühl, dass wir nah dran waren und vielleicht noch mehr Chancen kommen, wenn sie ein bisschen müde werden. Und genau das ist in der zweiten Halbzeit passiert. Das haben wir dann auch gut genutzt. Es sind diese Momente, in denen es 5:1, 6:1 oder 7:1 steht und wir trotzdem weitermachen, weiter pressen und versuchen, noch mehr Tore zu schießen. Das mag ich sehr.“
Daniel Bauer (Trainer VfL Wolfsburg):
„Unterm Strich steht eine sehr, sehr enttäuschende, eine sehr, sehr herbe Niederlage. Und für die zweite Halbzeit müssen wir uns, glaube ich, bei unseren Fans entschuldigen, die viel Aufwand betrieben haben, um uns bei dem Wetter zu unterstützen. Es waren zwei verschiedene Halbzeiten. Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir viel von dem gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben viel von dem gezeigt, wie unsere Spielidee insgesamt aussehen soll. Wir waren mutig und haben den Matchplan eigentlich fast zu 100 Prozent umgesetzt. In der zweiten Halbzeit waren die Gegentore teilweise viel zu einfach.“
Sportredaktion: Matthias Memmel


