Wenn Schloss Kaltenberg seine Tore für das legendäre Nachtturnier öffnet, verwandelt sich das Gelände in eine völlig andere Welt. Unsere beiden Redakteure Danylo Sysyn und Adrian Schmid waren am gestrigen Freitag mit einer Presse-Ehrenkarte vor Ort und erlebten hautnah ein Event, dessen Atmosphäre so magisch und anziehend ist, dass man sich ihr nicht entziehen kann.
Schon beim Betreten des Geländes wurden wir von einem Ambiente empfangen, das uns augenblicklich in seinen Bann zog. Wer vorab bucht, unterschätzt die Dimensionen leicht: Von außen wirkt das Areal weitaus kleiner, als es sich dann vor Ort entpuppt. Das Gelände ist riesig und lädt dazu ein, stundenlang durch die unzähligen, wunderschönen kleinen Gassen zu schlendern. Die Kulisse ist so authentisch und detailverliebt gestaltet, dass die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit verschwimmen – zeitweise dachten wir tatsächlich, wir wären selbst im echten Mittelalter gelandet.
Diese Begeisterung teilten wir mit den unzähligen Fans vor Ort, deren glückliches Mitwirken und oft aufwendige Gewandungen die Kulisse erst perfekt machten.
Lebendiges Handwerk und handgemachte Schätze
Ein großer Schwerpunkt unseres Rundgangs lag auf dem Handwerker- und Händlermarkt. Es war einfach wunderschön anzusehen, wie an den Ständen traditionelle Handarbeit zelebriert wurde: Wir konnten live beobachten, wie Holz frisch geschnitzt, Filz robust hergestellt und feine Bänder von Hand gewebt wurden.
Die Qualität in den Läden und an den Ständen war durchweg hervorragend. Überall gab es faszinierende Waren zu betrachten – von majestätischen Schwertern über Schutztalismane, filigrane Ketten und Armbänder bis hin zu hölzernen Drachen und winzigen, wunderschönen Tonfiguren. Bei der Auswahl konnten wir nicht widerstehen und haben selbst zugeschlagen: Wunderschön bemalt, handgefertigte Pilze aus Holz und kunstvolle Masken wanderten in unseren Besitz.
Neben den Waren suchte auch der Kundenservice seinesgleichen – überall wurden wir mit einer Herzlichkeit und Professionalität empfangen.
Kulinarische Highlights in den Schenken
Ebenso exzellent wie das Handwerk präsentierte sich die Gastronomie. Die Qualität in den Schenken und bei den Mahlzeiten war einfach hervorragend. Wir haben uns einmal quer durch die mittelalterlichen Köstlichkeiten probiert: Vom deftigen, perfekt zubereiteten Krustenbraten über über offenem Feuer gegarten Flammlachs bis hin zu einer erfrischenden Kombination aus Feta-Wassermelonen-Salat, den wir in der Nähe der Arena genossen, war jedes Gericht ein Gedicht. Als süßen Abschluss gab es für uns traditionelle, unglaublich leckere Knödel mit Zwetschgenröster.
Nervenkitzel pur: Eine Arena-Show, die mitreißt
Mit Einbruch der Dunkelheit folgte das absolute Highlight des Abends: Das große Nachtturnier in der Arena. Die Show war schlichtweg beeindruckend und extrem spannend inszeniert. Von der ersten Sekunde an wurden die Zuschauer von der dramatischen Geschichte, den spektakulären Stunts der Reiter und den packenden Pyro-Effekten mitgerissen. Wenn die Rösser durch die Arena jagen und das Feuer den Nachthimmel erhellt, hält die ganze Tribüne den Atem an.
Für Danylo Sysyn und Adrian Schmid steht nach diesem Abend fest: Das Kaltenberger Ritterturnier hat zum Auftakt der Nachtturnier-Serie 2026 alle Erwartungen übertroffen. Es war ein Abend voller Spiel, Spaß und unvergesslicher Eindrücke in einer Kulisse, die einen vollkommen verschlingt.
Wir hatten unglaublich viel Spaß und können dieses Erlebnis jedem nur wärmstens ans Herz legen.
Redakteur: Danylo Sysyn, Adrian Schmid